Hasso-Plattner-Institut
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Gesundheitswirtschaft in Brandenburg

Als einer der größten Wirtschaftszweige hat die Gesundheitswirtschaft für Brandenburg einen besonderen Stellenwert. Nahezu 100.000 Menschen üben in diesem Sektor in Brandenburg ihre berufliche Tätigkeit aus – ein Drittel davon in der Krankenhauswirtschaft, ein Viertel in Pflegeeinrichtungen bzw. in Praxen niedergelassener Ärzte. In der ambulanten Pflege und in zahnärztlichen Praxen sind weitere 20 Prozent beschäftigt.

Das Land Brandenburg adressiert die Potenziale des Clusters Gesundheitswirtschaft gemeinsam mit dem Land Berlin durch HealthCapital. Alle hierin vereinten Handlungsfelder (Versorgung, Biotechnologie & Pharma, Medizintechnik, Gesundheitstourismus) sind für die Region Berlin-Brandenburg ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft und Lebensqualität gleichermaßen. Folgerichtig ist die Gesundheitswirtschaft eine von fünf Branchen, auf die sich die Hauptstadtregion in den kommenden Jahren stärker fokussieren wird.


Ziel des Projekts digisolBB

Das Ziel des Projektes ist es gemeinsam mit innovativen Unternehmen, Kliniken, Experten und weiteren Ideengebern tragfähige digitale Gesundheitsprodukte, -services oder -lösungen entwickelt und in der Region erprobt werden. Sie sollen sich langfristig auf dem Gesundheitsmarkt etablieren bzw. durch die Vernetzung mit anderen Clustern und Branchen neue, komplementäre Marktsegmente erschließen.

Am Ende des Projektes sollen Geschäftsmodelle realisiert werden, die nicht nur die Versorgungsqualität in Brandenburg verbessern – sie sollen auch die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der regionalen Gesundheitswirtschaft im internationalen Vergleich fördern und die Attraktivität des Standorts Brandenburg für Unternehmen und Bürger nachhaltig stärken.


Partizipativer Ansatz

Während des gesamten Projektverlaufs ist eine enge Abstimmung mit relevanten Akteuren der Gesundheitswirtschaft, der IKT-Branche sowie der Forschung vorgesehen. Die Begleitgruppe des Projektes kann bei allen Interaktionsformaten umfassend eingebunden werden.

In der Phase Konzeption wird durch diese Einbindung zum einen sichergestellt, dass die entwickelten Wertschöpfungsketten umsetzbar und bedarfsgerecht konzeptioniert werden. Zum anderen können in dieser Phase durch den engen und kooperativen Austausch bereits potenzielle Praxispartner für die spätere Umsetzung erschlossen werden.

In der Umsetzung werden die zu gründenden Zentren wesentlich von den gewonnenen Partnern getragen und mit Leben gefüllt. Hier ist geplant, dass die Partner in die Zentren eingebunden sind und somit umfänglich an allen Aktivitäten, wie regionalen Workshop-Formaten, beteiligt werden.


Digital solutions

Digitale Anwendungen bestimmen bereits heute z. B. die medizinische Versorgung oder die Entwicklung von Medikamenten. Sie fördern die alltägliche Kommunikation und unterstützen die Patientensicherheit im häuslichen Umfeld bzw. im Krankenhaus.

So ebnet bspw. der gezielte Einsatz von Sensoren in Verbindung mit intelligenten Analyse- und Visualisierungstools den Weg für die genaue Erfassung von Vitaldaten in Echtzeit. Datenbasierte Anwendungen erlauben schnellere und präzisere Diagnosen und in der Folge auch verbesserte Behandlungsmöglichkeiten. Digitale Systeme ermöglichen Ärzten und Gesundheitsfachkräften unterschiedlicher Einrichtungen eine gemeinsame Dokumentation von Behandlungen. Mit 3D-Druckern lassen sich maßgeschneiderte Prothesen anfertigen. Zukünftig eröffnen sich weitere, völlig neue Chancen für die Gesundheitswirtschaft, die einer der beschäftigungsstärksten Wirtschaftssektoren in der Hauptstadtregion und in Deutschland ist.